@Hans Jürgen Waschk Leonhard ist sehr zurückhaltend mit seinen eigenen Ansichten, er lässt die Gäste reden und stellt m. E. einfach interessante Fragen. Jeder kann sich dann selbst seine Meinung bilden. Ich habe auch hier nur meine Ansicht bzw. meinen Eindruck geschildert und den mit meinen Forschungen, die eben die Aussagen dieses Herrn nicht bestätigen, in Relation gesetzt. Ich bin schon von dem einen oder anderen Gast sehr enttäuscht gewesen, z. B. wenn Philosophen, z. T. mit Professur, nicht sauber die Abstraktionsebenen differenzieren und dann eher irritierende Aussagen zum Thema Bewusstsein rüberkommen. Manche anderen - oft frühere und aktive Professoren und/oder Unternehmer - (z. B. Prof. von der Malsburg), haben es mir hingegen mit ihren sehr differenzierten und technisch fundierten Ansichten angetan. Das ist noch Ingenieursicht vom Feinsten und damit ganz mein Geschmack. Das hier jedoch hat nichts mit Ingenieursicht zu tun. Hier werden eher Dämonisierungsnarrative bedient, nach meinem Verständnis keines davon wirklich evidenzbasiert, sondern Schlussfolgerung = Meinung und Beobachtungsebene nicht sauber abstrahiert. Denn man kann aus denselben Beobachtungen auch zu ganz anderen Rückschlüssen kommen und die meisten davon sind nicht unbedingt vorteilhaft für den Menschen zum Thema Verantwortungsübernahme im Umgang mit KI. Aber es ist natürlich oft sehr viel einfacher, gängige Angstszenarien und Dämonierungsnarrative zu bedienen als wirklich architekturbasierte AI-Safety zu denken und vor allem umzusetzen. Und bei letzterem bin ich eben nur die Theoretikerin, für die Implementierung bin ich auf Teamsuche nach Publikation - und ich kann nicht ausschließen, dass ich dann vielleicht manches anders als aktuell sehe. Meine Forschung und Forschung überhaupt, lebt davon, die richtigen Fragen zu stellen, eher nicht finale Antworten zu geben. Sonst wird aus Science schnell Scientology.