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133 contributions to Superkraft KI
ChatGPT hat seit gestern eine Jugendversion – und ein Detail darin finde ich bemerkenswert
Seit dem 18. August unterscheidet OpenAI zwischen zwei Nutzergruppen: Erwachsene bekommen ChatGPT wie bisher, 13- bis 17-Jährige eine eigene Fassung. Aktivieren muss das niemand – der Wechsel passiert automatisch, sobald das System ein Konto für minderjährig hält. Wenn du Kinder in dem Alter hast, ist das für dich ab sofort relevant. Die Schlagzeilen drehen sich um gesperrte Themen: Selbstverletzung, Essstörungen, Gewalt, sexuelle Inhalte. Wichtig, klar. Aber der Punkt, der mich beim Lesen der Dokumentation hängen ließ, ist ein anderer: Der Chatbot darf gegenüber Jugendlichen keine Kosenamen mehr verwenden, keine romantische Sprache benutzen und nicht behaupten, er habe Gefühle oder ein Bewusstsein. Lies das nochmal. OpenAI räumt damit ein, dass genau das in der normalen Version passiert. Dass ein Sprachmodell bei einem 15-Jährigen den Eindruck erzeugt, da sitze jemand. Und dass man ihm das gezielt abtrainieren muss, wenn man Schaden vermeiden will. Genau darum geht es bei „KI denkt nicht, sie rechnet". Das ist kein Bonmot für Vorträge, sondern die Zeile, die Erwachsene wie Jugendliche brauchen, bevor sie das erste Mal ernsthaft ins Gespräch mit einer Maschine einsteigen. Was praktisch drinsteckt: - Kindersicherung: Profilbild → Einstellungen → Kindersicherung. Dort das eigene Konto mit dem des Kindes verknüpfen, beide Seiten müssen zustimmen. - Lernmodus: Keine fertigen Aufsätze, sondern Zwischenfragen und Hinweise. Über Lernzeiten startet jedes neue Gespräch automatisch in diesem Modus. - Ruhezeiten: Zeitfenster, in denen ChatGPT gar nicht erreichbar ist. - Die Grenze: Mitlesen darfst du nicht. Nur bei erkannter Gefährdung geht eine Benachrichtigung raus. Und die ehrliche Einordnung: Eine Altersschätzung ist keine Altersprüfung. Ohne Anmeldung oder mit falschem Geburtsdatum greift nichts davon. Die Funktionen senken Risiken – ein Schutzwall sind sie nicht. Meine Frage an euch: Wie handhabt ihr das zu Hause? Sperren und Regeln – oder gemeinsam davorsitzen und über die Antworten reden? Ich neige stark zu Letzterem, aber ich bin neugierig, was bei euch tatsächlich funktioniert. 👇
ChatGPT hat seit gestern eine Jugendversion – und ein Detail darin finde ich bemerkenswert
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@Christa Raatz Berechtigte Frage. Wenn die Jugendversion aktiv ist, gibt es bestimmte Beschränkungen bei Zeit und Nutzung (Eltern können diese Beschränkungen explizit festlegen). Zum Beispiel verhält sich der Chatbot weniger emotional, nicht als Companion. Bestimmte Themen wie Suizid, Essstörungen, Gewalt etc. werden vermieden/deaktiviert.
Ab Montag zeigt dir ChatGPT Werbung – was du wissen solltest
Kurze Vorwarnung, damit du am Montag nicht überrascht guckst: OpenAI schaltet ab dem 24. August Werbung in ChatGPT frei. In 31 europäischen Märkten, Deutschland, Österreich und Schweiz mittendrin. Wen es betrifft Alle, die die Gratis-Version nutzen. Und alle im Go-Tarif für knapp sieben Euro – der kostet also Geld und ist trotzdem nicht werbefrei. Wer Plus, Pro, Business oder Enterprise hat, sieht nichts. Wie es aussieht Die Anzeige steht unter der Antwort, getrennt durch eine graue Linie, gekennzeichnet als gesponsert. OpenAI sagt zu, dass Werbekunden die Antworten selbst nicht beeinflussen. Der Punkt, der für dich wirklich zählt Personalisierte Werbung ist bei uns erst mal aus. Ohne deine ausdrückliche Zustimmung wird nur das laufende Gespräch ausgewertet, dazu Sprache, grober Standort und Gerätetyp. Deine alten Chats und gespeicherten Erinnerungen bleiben außen vor. Das ist der EU-Sonderweg – in den USA läuft es umgekehrt, dort ist alles an, bis man widerspricht. Heißt für dich: Schau am Montag in die Einstellungen und lass die Personalisierung aus, solange du keinen Grund hast, sie einzuschalten. Einmal zugestimmt, wandert dein gesamter Chatverlauf in die Anzeigenauswahl. Meine Einordnung Rund 900 Millionen Menschen nutzen ChatGPT wöchentlich, etwa fünf Prozent zahlen dafür. Kostenlos war das nie – die Rechnung lag nur noch nicht auf dem Tisch. Insofern: nachvollziehbar. Nur wird Werbung diese Rechnung nicht bezahlen. OpenAI hat Investoren 100 Milliarden Dollar für 2030 versprochen, Marktforscher taxieren den gesamten Chatbot-Werbemarkt auf gut fünf. Wenn diese Lücke sichtbar wird, wächst der Druck. Und dann ist die Frage, ob die Werbung unter der Antwort bleibt – oder in sie hineinwandert. Deshalb: Achte darauf, wo sie steht. Solange sie unter der grauen Linie bleibt, ist alles in Ordnung. Und jetzt du: Nutzt du ChatGPT kostenlos oder im Go-Tarif? Und wenn ja – reicht dir das noch, oder ist die Werbung für dich der Punkt, an dem du wechselst oder aufrüstest? Schreib es in die Kommentare, mich interessiert das Stimmungsbild hier ehrlich.
Ab Montag zeigt dir ChatGPT Werbung – was du wissen solltest
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@Flip Flop ich muss sagen, ich kann verstehen, dass die Betreiber versuchen, die enorm Kosten rein zu
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@Tobias Jarzombek-Guth Das stimmt... Das eigentlich Problem von KI, aber der gesamten Cloud ist, dass den meisten Menschen gar nicht bewusst ist, nich mal annähernd, welcher Aufwand betrieben werden muss, um das alles anzubieten. Auch an Energie und Wasser. Weil alles "kostenlos" ist. Das ist auf gewisse Weise ein Fluch.
Jedes PDF, das du hochlädst, kostet dich Kontext – und zwar mehr, als du denkst
Kurzer Tipp, der bei mir gerade richtig viel Zeit und Kontext spart. Das Problem: Wenn du ein PDF an Claude oder ChatGPT schickst, landet nicht „das Dokument" im Modell, sondern ein Berg an Tokens. Pro Seite rechnest du grob mit 1.500 bis 3.000 Tokens – Layout-Reste, Kopfzeilen, Zeilenumbrüche an falschen Stellen, alles inklusive. Bei einem 20-Seiten-Papier bist du schnell bei 50.000 bis 70.000 Tokens. Dein Kontextfenster ist voll, bevor die eigentliche Arbeit anfängt. Und genau da liegt der Denkfehler, den viele machen: Das Modell „liest" dein PDF nicht. Es rechnet mit dem, was du reinschiebst. Je sauberer das Material, desto besser das Ergebnis – und desto billiger. Die Lösung heißt MarkItDown Microsoft hat dafür ein kleines Open-Source-Tool gebaut. Es konvertiert Word, Excel, PowerPoint, HTML, EPUB, Bilder, Audio und PDFs in sauberes Markdown. MIT-Lizenz, kostenlos, kein GPU nötig. Installation: pip install "markitdown[all]" Nutzung: markitdown praesentation.pptx -o praesentation.md Das war's. Statt eines aufgeblähten Binärformats bekommst du Klartext mit Struktur: Überschriften, Listen, Tabellen. Je nach Ausgangsdatei sparst du damit einen erheblichen Teil deiner Tokens – und bekommst obendrein bessere Antworten, weil Sprachmodelle mit Unmengen Markdown trainiert wurden. Das Format ist ihre Muttersprache. Der Komfort-Trick: MCP-Server MarkItDown bringt einen MCP-Server mit. Heißt: Du hängst ihn einmal an Claude Desktop, und ab da wandert jede Datei automatisch durch die Konvertierung, bevor das Modell sie sieht. Einmal einrichten, danach nie wieder dran denken. Wo der Tipp seine Grenze hat Und jetzt der Teil, den du in den meisten Reels zu diesem Tool nicht hörst. Bei Office-Dateien ist MarkItDown stark. Word, Excel, PowerPoint – sauber, verlässlich, schnell. Ausgerechnet bei PDFs ist es aber schwach. Im Hintergrund arbeitet standardmäßig pdfminer.six, und das zieht nur den Textstrom heraus: keine Layout-Analyse, keine OCR, Tabellenstruktur zerfällt, Überschriften werden nicht als solche erkannt. In Vergleichstests landet MarkItDown bei PDFs regelmäßig im hinteren Feld.
Jedes PDF, das du hochlädst, kostet dich Kontext – und zwar mehr, als du denkst
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@Frank Gassan Und überfrachtet mit Meta Daten... Erfüllt seinen Zweck, ist aber für KI das Gegenteil von effizient. Deshalb finde ich das Tool cool. :)
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@Jens Bitterer Knaller!! :)
Warum dein Gesicht schlechter geschützt ist als deine Stimme
Freitag Morgen war ich im ARD-Morgenmagazin und habe über Smart Glasses gesprochen – über die Kritik daran und über das, was diese Brillen wirklich können. Das Video hänge ich hier an. Aber der spannendere Teil kam danach. Ich habe für die Sendung nachgeschlagen, wie die Rechtslage eigentlich aussieht. Und war ehrlich überrascht. Ein Gedankenexperiment. Du sitzt im Freibad. Jemand setzt sich neben dich. Fall eins: Er schneidet heimlich mit, was du mit deiner Familie besprichst. Das ist eine Straftat. Paragraf 201, Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes. Bis zu drei Jahre. Egal wo, egal was du sagst. Fall zwei: Er filmt dich. Verdeckt, minutenlang. Gesicht, ganzer Körper. Du merkst nichts. Strafrechtlich passiert: nichts. Paragraf 201a greift erst in geschützten Räumen – Umkleide, Toilette, Sauna. Der Intimbereich ist über Paragraf 184k abgedeckt. Aber die Aufnahme draußen, ungefragt? Fällt durch. Verbreitet er das Video, wird es eng, Paragraf 33 Kunsturhebergesetz, bis zu ein Jahr. Nur wird das fast nie angezeigt. Jetzt kommt der Teil, den ich richtig gut finde. Die Regel zum gesprochenen Wort kam 1967. Der Anlass: Kassettenrekorder wurden klein und billig. Plötzlich konnte jeder heimlich mitschneiden. Der Gesetzgeber hat damals nicht das Gerät verboten. Er hat eine Linie gezogen: Der Mensch muss reden können, ohne dass mitgeschnitten wird. Punkt. Beim Bild haben wir das nie hinbekommen. Wir flicken Einzelfälle nach, immer dann, wenn ein Skandal groß genug war. Und es wird gerade größer. Die New York Times hat im Februar berichtet, dass Meta an einer Funktion namens „Name Tag" arbeitet: Gesicht im Blickfeld, Abgleich mit Profilen, Name über die Lautsprecher im Brillenbügel. In der EU wäre das so kaum zulässig. Aber zwei Harvard-Studenten haben schon 2024 gezeigt, dass man die eingebaute Funktion gar nicht braucht – handelsübliche Brille, Livestream, eine Gesichtssuchmaschine, fertig. Deshalb halte ich die Debatte über ein Verkaufsverbot für zu klein gedacht. Wer heimlich filmen will, tut das seit fünfzehn Jahren mit dem Smartphone. Und macht es morgen mit dem nächsten Gerät, das wir noch gar nicht kennen.
Warum dein Gesicht schlechter geschützt ist als deine Stimme
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@Flip Flop Ja, die Aufnahmezeit ist beschränkt. Da kann ich dir die Insta360 Go empfehlen, die ist für Aufnahmen beim Radfahren top geeignet.
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@Flip Flop Nutze ich selbst. :)
Manus wechselt den Besitzer – und ich hab was in eurem Interesse rausgesucht
Kurze Frage in die Runde, bevor ich loslege: Wer von euch nutzt Manus? Bei mir lag heute Morgen eine Gutschrift im Account. Ohne Erklärung. Dazu der Hinweis, es seien „möglicherweise Maßnahmen erforderlich". Welche? Steht nirgends. Der Hintergrund in drei Sätzen: Meta hatte Manus im Dezember für zwei Milliarden gekauft. Chinas Planungsbehörde hat den Deal im April wieder gekippt – nachträglich, obwohl längst vollzogen. Jetzt wird Manus wieder eigenständig, der Rückkauf läuft über ein Konsortium um Tencent. Der Betrieb läuft weiter. Es ist kein Shutdown. Aber ein paar Dinge lohnen sich trotzdem, und die sind in zehn Minuten erledigt: - Gutschrift nur im Account prüfen, nie über einen Mail-Link. Eigentümerwechsel sind Phishing-Hochsaison, weil die Nachricht ja stimmt. - Rechnungen des Jahres als PDF ziehen. Rechnungsarchive verschwinden bei solchen Wechseln gern still. - Arbeitsergebnisse runterladen. Alles, was du weiterverwenden willst, gehört auf deine Platte. Die nächste AGB-Mail wirklich lesen. Neuer Eigentümer heißt neue Bedingungen. Zwei Fragen zählen: Wo liegen meine Daten? Werden sie zum Training genutzt? Und der Punkt, der mir am wichtigsten ist: Schreib auf, was dein Agent für dich tut. Welche Aufgabe, welche Anweisung, welche Quellen, welches Ergebnis. Ein simples Dokument, außerhalb des Tools. Wenn dein Prozesswissen nur in der Oberfläche eines Anbieters lebt, hängt es an dessen Schicksal. Mit so einem Dokument baust du denselben Ablauf an einem Nachmittag woanders nach. Was mich an der Geschichte am meisten beschäftigt: Manus hat nie ein eigenes KI-Modell gebaut. Der Agent orchestriert fremde – Claude, dazu Qwen-Modelle. Peking hat also gar keine Modell-Technologie geschützt, sondern die Schicht darüber. Genau da sitzt inzwischen der Wert. Nicht im Modell, sondern in dem, was damit erledigt wird. Das ist übrigens genau die Ebene, auf der wir hier arbeiten. Jetzt ihr: Wer nutzt Manus produktiv, und wofür? Und hat jemand von euch die Gutschrift auch gesehen – mit mehr Erklärung als bei mir? Schreibt's in die Kommentare, ich sammle das und ergänze den Beitrag.
Manus wechselt den Besitzer – und ich hab was in eurem Interesse rausgesucht
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Jörg Schieb
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Experte für KI und Digitalisierung, Video-Profi | Autor, Speaker, Fernsehen, Radio

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